Bwana – Capsule’s Pride

Nimm den Soundtrack zu einem Anime und editiere, mixe und verändere ihn so, dass Du ihn Dir zu eigen machst. Was im Regelfall vermutlich eher ziemlich dürftige Ergebnisse hervorbringen wird, gelingt Bwana aka Nathan Micay und resultiert in einer der besten Platten des Jahres 2016. Sein Album “Capsule’s Pride” ist weder Hommage an noch Remix…

Tiga – No Fantasy Required

Dieser Tage erscheinen zwei Alben, die eigentlich schon vor geraumer Zeit hätten erwartet werden können. Einerseits ist da Baauers „Aa“, das vier Jahre nach dem „Harlem Shake“ erscheint. Andererseits ist da Tigas drittes Studioalbum „No Fantasy Required“. Sieben Jahre sind seit dem Vorgänger „Ciao!“ vergangen, und seine umjubelte DJ Kicks erschien bereits 2002. Es ist…

Katy B – Honey

Katy B ist nicht erst seit diesem Jahr eine feste Größe der britischen Klubmusik zwischen Garage, Twostep, R’n’B und Drum’n’Bass. Ähnlich vielseitig präsentiert sich auch ihr nunmehr drittes Studioalbum “Honey” und vermag dennoch als Album nicht zu überzeugen. Unter der Vielzahl an Produzenten an Katy Bs Seite finden sich zum Beispiel solch Namen wie Major…

Jessy Lanza – Oh No

Jessy Lanza und ihr Debütalbum “Pull My Hair Back” gehörten zu den Kritikerlieblingen des Jahres 2013. Geschrieben zusammen mit Junior Boy Jeremy Greenspan, verband es alternativen R’n’B mit Synthesizerpop und erschien auf dem (ersten) Höhepunkt der Alternative-R’n’B-Welle. Der Nachfolger wurde Anfang des Jahres mit dem Song “It Means I Love You” angekündigt und versetzte manche…

Beyoncé – Lemonade

Es verlockt, Beyoncés sechstes Album “Lemonade” als autobiographische Beschreibung der vergangenen Jahre ihrer Ehe mit Jay-Z zu deuten. Viele Besprechungen gehen diesen Weg, und es scheint auch naheliegend, dass zumindest ein kleines Körnchen Realität hier verarbeitet wird. Der Titel wiederum verweist auf jene Weisheit, dass, wenn das Leben dir Zitronen gibt, du am besten Limonade…

Rufus Wainwright – Take All My Loves: 9 Shakespeare Sonnets

Zeitnah zu Shakespeares 400. Todestag veröffentlicht Rufus Wainwright eine Vertonung von neun Shakespeare-Sonnetten unter dem Titel “Take All My Loves”. Zeitnah zum 90. Geburtstag von Königin Elizabeth II posiert Wainwright als Königin Elizabeth I auf dem Cover zu eben dieser Platte. “Take All My Loves” erscheint auf der Deutschen Grammophon und passt hervorragend zu deren…

Milton Bradley – Tragedy Of Truth

Elektronische Musik, sei es Techno, Dubstep, House, etc., hat manchmal den Effekt, dass die Hörerin sich fühlt, als tauche sie vollkommen in die Musik ein, als sei der Klang eine Flüssigkeit, die sie vollkommen umschließe. Subjektiv betrachtet erzeugt gute elektronische Musik, wenn sie nicht gerade allein auf die hedonistische Ekstase abzielt, immer diesen Eindruck. Je…

Babyfather – BBF hosted by DJ Escrow

Dean Blunt ist Babyfather – oder zumindest ein Teil von Babyfather. Nach der von Arca produzierten Single „Meditation“, dem Mixtape „Platinum Tears“ und einem unbetitelten Zip ist „BBF hosted by DJ Escrow“ das erste Album des Projekts Babyfather – wobei Zweifel berechtigt sind, ob es wirklich ein Album ist, doch es mangelt an einem besseren…

Nevermen – Nevermen

Wie klingt die Mischung aus TV On The Radio, Themselves und Mike Patton? Sie klingt, wie Nevermen klingen. Tatsächlich ist das eine Enttäuschung. Es wäre mehr drin gewesen. Um die Besetzung genauer zu definieren, es sind Tunde Adebimpe (Kopf von TV On The Radio), Doseone (z. B. von Themselves, 13&God) und eben Patton (Mr. Bungle,…

Anohni – Hopelessness

Nicht wenige haben sehnsüchtig auf ein neues Album von Anohni gewartet. Auf “Hopelessness” stehen Hudson Mohawke und Oneothrix Point Never der vormaligen Frontfrau von Antony And The Johnsons zur Seite. Schon diese Mitstreiter verdeutlichen: Anohni verabschiedet sich hier von Barockpop und Kammermusik. Andererseits aber unterscheidet sich “Hopelessness” doch nicht so sehr von ihrem vorherigen Schaffen,…

Sia – This Is Acting

Wer sich fragt, warum so viel Popmusik so ähnlich klingt, merkt schnell, dass einer der Gründe nicht so sehr ist, dass die Nummern einer Formel folgen, die relativ einfach zu erlernen scheint, sondern viel mehr, dass die Tracks von den gleichen Leuten für die unterschiedlichsten Sängerinnen geschrieben werden. Eine der Personen hinter den Hits ist…

Anna Ternheim – For The Young

Anna Ternheims Musik ist wie eine On-off-Beziehung. Man mag sie einige Zeit ignoriert haben, aber trifft man wieder auf sie, ist man sofort wieder entzündet. So fällt es kaum auf, dass ihr letztes Album bereits im Jahr 2011 erschien. Dieser Tage erscheint hier der Nachfolger “For The Young”, der international im November 2015 veröffentlicht wurde….