The Aim of Design is to Define Space – AIMTHUSIASM

Brauchen wir wirklich originär deutschen, tanzflächenorientierten Electro-Post-Punk? Reichen nicht die englischen und amerikanischen Originale und Klone der letzten Jahre? Bisher hätte ich gesagt: Neinneinnein, bzw. Jajaja. Verirre ich mich zum Beispiel auf die Myspace-Seite von Mit, gähne ich nach zwanzig Sekunden. Apropos Mitmitmit: Wie diese bei Haute Areal erscheinend, legen The Aim of Design is to Define Space (kurz Aim of Design, hier sogar nur Aim im folgenden) nun mit „Aimthusiasm“ ein Album vor, das … mich auf dem falschen Fuss erwischt, zwingend ist, und meine Einstellung überdenken lässt. Weiterlesen „The Aim of Design is to Define Space – AIMTHUSIASM“

The Magnetic Fields – Distortion

Der geneigte Leser von Besprechungen des neuen Magnetic-Fields-Albums „Distortion“ kann sich sicherlich des Eindrucks nicht erwehren, die Schreiberlinge kämen nicht aus ohne die Erwähnung des 1999er Mammutwerks „69 Lovesongs“. In der Tat äußere ich nur zu gern meine Überzeugung, es handele sich dabei um das essentielle Werk des Stephin Merritt und seiner (wechselnden) Mitstreiter. Zumindest galt diese Überzeugung seit dem Erscheinen bis zum Tage des Eintreffens von „Distortion“. Weiterlesen „The Magnetic Fields – Distortion“

Raz Ohara and The Odd Orchestra – Raz Ohara and The Odd Orchestra

Ein Mann und sein Freund. Raz Ohara und Oliver Doerell. Raz Ohara & The Odd Orchestra. Ein „Happy Song“ eröffnet das Album, fröhlich jedoch ist das Letzte, was er ist und Freude verströmt das Odd Orchestra wahrlich nur, wenn Du Freude aus Melancholie, aus dem großen raurigen oder gar tragischen Gefühl ziehst. Weiterlesen „Raz Ohara and The Odd Orchestra – Raz Ohara and The Odd Orchestra“

Einstürzende Neubauten – Alles wieder offen

Die Revolution der Distribution, die dieser Tage Radiohead zugesprochen wird, betreiben die Einstürzenden Neubauten mit ihrer Homepage und ihrer Supporter-Plattform bereits seit 2003. So erscheint dann das aktuelle „öffentliche“ – soll heißen, nicht nur den Unterstützern zugängliche – Album „Alles wieder offen“ auch in Eigenverantwortung.

Nicht zuletzt durch Blixa Bargelds Mitwirkung bei Nick Caves Bad Seeds gewannen die Neubauten in den 90ern an Zugänglichkeit. Der industrielle Lärm, die Provokation, der „kunsthistorische“ Ekel der Raupe Neubauten aus den 80ern verpuppte sich und ein schillernder, doch nicht weniger interessanter Schmetterling schlüpfte. Geprägt von Bargelds Gesang beweist auch ihr neues Album den Ausnahmestatus der Band. Düster atmosphärisch versponnene musikalische Kunstwerke, in denen sich Lyrics und Instrumentierung kongenial symbiotisch verbinden, wie bei kaum einer anderen Band. Da führt der vorab kostenfrei verfügbare Track „Weil Weil Weil“ mit seiner bis in die 80er zurückweisenden Neubauten-Ästhetik fast auf die falsche Spur, handelt es sich bei ihm in seiner monotonen, klassisch industriellen Präsentation doch zum einen um eine Ausnahme auf dem Album und zum anderen um den schwächsten Song auf „Alles wieder offen“. Weiterlesen „Einstürzende Neubauten – Alles wieder offen“

Benjamin Biolay – Trash Yé Yé

Chanson, egal ob nun „Nouvelle“ oder „Old-School“: Das Lied, Musik und Text. Beides zusammen transportiert ein Gefühl, vielleicht eine Geschichte. Wenn alles gut läuft, erreicht beides den Hörer, am besten sogar, wenn er die Sprache des Künstlers gar nicht versteht. Weiterlesen „Benjamin Biolay – Trash Yé Yé“

Robyn – Robyn the album

Pop. Radio-Pop. Die Art von populärer Musik, die uns jeden Tag zududelt, die mit einem gewissen Einschlag R’n’B oder Black Music. Der Kram, mit dem die musikalischen Geschmacksnerven abgetötet werden. Zwischen Britney, Rihanna und Sugababes. Die Sorte Songs, vor denen wir uns kaum retten können und die nur ganz, ganz selten genauer hinhören lassen. So wie Nelly Furtado oder Justin Timberlake oder Jamelia auf ihrem ersten Album oder aber Madonna. Weiterlesen „Robyn – Robyn the album“

Phoenix – It’s Never Been Like That

United and Alphabetical, never like that

Sie haben es getan. Überraschend schnell. Mit einem neuen – dem „kritischen“ dritten – Phoenix-Album hatte ich nun wirklich noch nicht gerechnet. Frisch sind noch die Auftritte auf den Festivals des letzten Jahres. Und die Auftritte dieses Jahres stehen kurz bevor – in der Hoffnung, dass es wieder mehr als einer wird, um nicht zu sagen die gleichen wie im letzten Jahr. Weiterlesen „Phoenix – It’s Never Been Like That“