Various – Edges – A New French Electronic Generation

Eine neue Generation französischer Electronica verkündet der Titel dieser Compilation großspurig. Unter Umständen gehen die Macher dabei ein wenig zu forsch zu Werke. Schnell stellt sich nämlich beim Genuss die Frage, was am Präsentierten neu sei. Oder: Brauchen wir wirklich ein gutes Dutzend Künstler, die das wiederholen, was wir – mehr oder weniger – an Justice, Cassius, Daft Punk oder Mr Oizo (und vielen anderen mehr) zu schätzen gelernt haben? Einerseits … aber andererseits … und zusammenfassend brauchen wir das sicher nicht. Allerdings … so komprimiert, wie es hier eben in gesammelter Form daherkommt, sind diese sechzehn Künstler ein wahrer Quell der Freude. Weiterlesen „Various – Edges – A New French Electronic Generation“

Kelpe – Extraquarium EP

In der Flut der musikalischen Veröffentlichungen ist es ganz natürlich, mal mehr, mal weniger über die beteiligten Künstler zu wissen. Eine solche Unkenntnis lässt sich in der Regel relativ einfach beseitigen. Kritisch wird es – wie im Falle der zu besprechenden Remix-Vinyl-Ep plus Bonus-Downloads –, wenn neben dem Künstler (Kelpe aka Kel Mckeown) auch alle Remixer – Zombie Zombie, Fulgeance, The Oscillation, Wes Coats, Architeq und The Boats – unbekannt sind. Einerseits fordert dieser Fakt eigentlich dazu auf, die Finger von einer Besprechung der EP zu lassen, allerdings bietet sich auch die Chance, den Fokus ganz auf die Musik zu legen. Weiterlesen „Kelpe – Extraquarium EP“

Various – Body Language Vol. 6 compiled by Junior Boys

Expressiv-persönliche Mixe soll die Body-Language-Reihe von Get Physical bieten. Insofern kommt Spannung auf in Erwartung eines Beitrags der Junior Boys zu der Mix-CD-Reihe. Deren „So This Is Goodbye“ stellte ja doch eines der Konsens-Alben im hier betrachteten Kosmos dar.Entsprechend enttäuscht dann das Ergebnis der Body Language Volume 6. Die beiden Electro-Pop-Helden Matt Didemus und Jeremy Greenspan liefern zwar eine routinierte und alles in allem durchaus gelungene Mischung, doch fehlt der große Aha-Effekt; … den die Zielgruppe vielleicht gar nicht erwartet. Weiterlesen „Various – Body Language Vol. 6 compiled by Junior Boys“

Booka Shade – DJ Kicks

Der Name DJ Kicks führte schon immer in die Irre. Ob der hochklassige Stereo-MCs-Mix vor einigen Jahren oder erst kürzlich Annie, Erlend Øye sowie Hot Chip, die DJ-Mixe aus dem Hause !K7 versuchten meist, den Künstlern eine Plattform für ihren ganz persönlichen Geschmack zu bieten.

Booka Shade gehörten – glauben wir Youtube und den verschiedenen Foren – zu den Highlights und den Gewinnern des an beiden nicht armen Melt-Festivals 2007. Mit ihren DJ Kicks legen die beiden Producer Arno Kammermeier und Walter Merziger einen sehr warmen, zwischen Pop und Tanzflur pendelnden Mix, der gelegentlich (nicht nur das Brigitte-Bardot-Chanson, sondern auch der Quarion Track) ins Absurde und Lustige geht. Ob dies nötig oder sinnvoll ist, mag diskussionswürdig sein, stören tut es nicht. Weiterlesen „Booka Shade – DJ Kicks“

Boys Noize – Oi Oi Oi

Hedonistischer Raverock und kein Ende. Boys Noize (Alexander Ridha, auch Kid Alex) dreht dabei die Schraube noch einmal ein wenig weiter im Vergleich zu den Kollegen von (z. B.) Digitalism. Wo er als Kid Alex den Electroclash-Pop möglichst massentauglich verpackte, wählt Ridha hier den entgegengesetzten Weg. Wie bei den bisherigen Rave-Hypes des Jahres werden die elektronischen Spielereien knarzend und (scheinbar) analog zusammengemischt und mit einem zur Wiederbelebung geeigneten Bass serviert. Ganz im Sinne des Titels „OiOiOi“ werden Intensität und Geschwindigkeit der Herzmassage erhöht, und auf jedwede poppige Spielereien, wie sie bei Justice überall mitklingen, verzichtet Boys Noize komplett. Weiterlesen „Boys Noize – Oi Oi Oi“