Various – IOTDXI

Pariah, Lone, Untold, Blawan, Space Dimension Controller und natürlich James Blake, dies sind alles Künstler, die in den letzten 18 Monaten auf R&S Records veröffentlicht haben, und deren Tracks sich jetzt zudem auf der Label-Vor- und -Rückschau „IOTDXI“ wiederfinden. Wären nicht Blawans „What You Do With What You Have / Vibe Decorium“-Maxi, James Blakes EPs und Space Dimension Controllers Quasi-Album “The Pathway To Tiraquon 6” genug Empfehlung für Label und Compilation, suggeriert obige Namensliste, „IOTDXI“ sei ein sicherer Blindkauf (und um dies festzustellen, bedarf es nicht der Presse-Information zur Compilation). Obwohl nicht falsch, ist solch Euphorie doch ein wenig übertrieben. Weiterlesen „Various – IOTDXI“

Various – The Wurst Music Ever

Aus einer ostatlantischen Perspektive muss man den Humor der westatlantischen Wurst Music Co. weder verstehen noch gutheißen. Somit ist von einer Compilation namens „The Wurst Music Ever“ im Grunde auch nichts zu erwarten außer platten Witzlosigkeiten Marke Mario Barth. Wenn die Erwartungen soweit herunter geschraubt sind, erscheint der Inhalt des Wurst-Käse-Szenarios, das Roy Dank hier präsentiert, wie eine Offenbarung. Die Qualität der Sammlung aus dem Hause Wurst erstaunt noch aus einem weiteren Grund, entspringen die Tracks doch einer zwischen Disco und House angesiedelten Dancemusik, die zwar eingängig und nett sein kann, jedoch nicht zwangsweise begeistern muss. Die Tracks auf „Wurst Music“ jedoch zehren von einem sofort packenden Funk und ungemein warmem Soul. Weiterlesen „Various – The Wurst Music Ever“

Various – Bossa Nova And The Rise Of Brazilian Music In The 1960s

„Schuld war nur der Bossa Nova“ verkündete ein deutscher Schlager in den späten 1960ern und auch Ende des 20ten Jahrhunderts ließ sich diese Formulierung auf die Dancefloorjazz-Welle anwenden, nicht zuletzt war eine der populärsten Compilations der Zeit die „Brazilectro“-Reihe. Zehn bis fünfzehn Jahre später ist die Welle weitgehend abgeflaut und der Bossa wurde eigentlich nur noch in Verbindung mit Erlend Øyes Rhythmen für das letzte Album der Kings Of Convenience erwähnt. Insofern ist es vielleicht durchaus an der Zeit, dass sich jetzt eine der großen Institutionen der historischen Plattenveröffentlichung daran macht, eine Bossa-Nova-Sammlung auf den Markt zu bringen. „Bossa Nova And The Rise Of Brazilian Music In The 1960s“ heißt das Ergebnis, und es kommt – wie für Soul Jazz Records üblich – mit einem ausführlichen Begleitbooklet, das den Umfang eines kleinen Buches erreicht. Stuart Baker und Gille Peterson wiederum garantieren für eine hohe Qualität in der Zusammenstellung der Tracks. Weiterlesen „Various – Bossa Nova And The Rise Of Brazilian Music In The 1960s“

Various – I’m Single Records 1-13

Khan, seine Band Khan of Finland und sein Label I’m Single finden eher unter dem Radar statt. Umtriebig wie selten ein anderes, aber dennoch außerhalb der ganz großen Aufmerksamkeit, so ließe sich vor allem die Performance des Labels beschreiben. Die glückliche dreizehnte Veröffentlichung wird nun zur Rückschau auf zwei abgeschlossene Jahre Geschichte genutzt.
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Various – Fünf

Zwei CDs, sieben Vinyl, 26 digitale Tracks. So feiert Ostgut Ton seinen fünften Geburtstag. Mit Steffi, Ben Klock und Marcel Dettmann ist natürlich die Speerspitze des Labels vertreten, und auch andere Berghain-Resident-DJs wie Fiedel oder Boris steuern Stücke bei. Zudem finden sich mit Substance und SCB die Kuratoren der SUB:STANCE-Parties ebenso wieder wie (unter anderem) Shed, Dinky, Cassy oder Luke Slater. Weiterlesen „Various – Fünf“

Various – Warp20 Chosen

20 Jahre Fall der Berliner Mauer. 20 Jahre Warp Records. Was schwerer wiegt? Die Frage zu stellen, ist schon reichlich unverfroren. Allerdings bedauern vermutlich weniger Menschen die Gründung von Warp. Egal, welches 20jährige Jubiläum es ist, es möchte gefeiert werden. So präsentiert Warp dieser Tage ein Box-Set. Zwei Teile dieser Luxus-Edition erscheinen zudem als Compilations: Warp20 Recreated und Warp20 Chosen. Weiterlesen „Various – Warp20 Chosen“

Various – Edges – A New French Electronic Generation

Eine neue Generation französischer Electronica verkündet der Titel dieser Compilation großspurig. Unter Umständen gehen die Macher dabei ein wenig zu forsch zu Werke. Schnell stellt sich nämlich beim Genuss die Frage, was am Präsentierten neu sei. Oder: Brauchen wir wirklich ein gutes Dutzend Künstler, die das wiederholen, was wir – mehr oder weniger – an Justice, Cassius, Daft Punk oder Mr Oizo (und vielen anderen mehr) zu schätzen gelernt haben? Einerseits … aber andererseits … und zusammenfassend brauchen wir das sicher nicht. Allerdings … so komprimiert, wie es hier eben in gesammelter Form daherkommt, sind diese sechzehn Künstler ein wahrer Quell der Freude. Weiterlesen „Various – Edges – A New French Electronic Generation“

Various – Roll Your Moneymaker. Early Black Rock’n’Roll 1948-1958

Anders als Kitty, Daisy & Lewis, die ihr Rock’n’Roll-Album im Spät-Sommer 2008 voller romantisierender 50er-Jahre-Ästhetik präsentierten, versucht der auf Trikont erscheinende Sampler „Roll Your Moneymaker“ ohne jede übertriebene Gestik einfach die dreckige, ursprüngliche Seite des R’n’R zu zeigen. Weiterlesen „Various – Roll Your Moneymaker. Early Black Rock’n’Roll 1948-1958“

Various Artists – Wackies Sampler Vol. 3

Die Technoproduzenten Moritz von Oswald und Mark Ernestus (Basic Channel, Rhythm & Sound) präsentieren die dritte Ausgabe ihrer Wackie’s-Sampler-Reihe. Seltsame und grandiose Reggae-, Dub- und Dancehall-Tracks, die ursprünglich beim New Yorker Label „Wackie’s House of Music“ erschienen und bereits im Rahmen der letzten achtzehn Re-Issues auf Basic Channels Sub-Label „Wackies“ veröffentlicht worden sind, werden hier in Form einer Mid-Price-Compilation dem interessierten Publikum zugänglich gemacht. Unbekanntes findet sich neben mehr oder weniger bekannten Namen. Weiterlesen „Various Artists – Wackies Sampler Vol. 3“

Various – Well Deep: 10 years of Big Dada Recordings

Was passiert, wenn über dreißig gleichwertige, grandiose Tracks des (weit gefassten) Genres HipHop auf einen losgelassen werden? Bei mir stellt sich eine gewisse Langeweile ein.Natürlich sind nicht alle Tracks auf dem Big Dada Label-Sampler hochwertig. Die Ausfälle halten sich aber in sehr engen Grenzen, die Ninja-Tunes-Tochter will sich ja von der besten Seite zeigen. So findet sich auf Doppel-CD und DVD das Who is Who des Label-Katalogs. 31 Tracks, eine Happy Birthday Dokumentation, alle Videos und ein Video-Supermix präsentieren neben Roots Manuva, MF Doom, New Flesh, TY, Diplo, Spank Rock und Wiley eben auch cLOUDDEAD, Infinite Livez, Gamma, King Geedorah und TTC. Weiterlesen „Various – Well Deep: 10 years of Big Dada Recordings“