… geht an Herta Müller
„who, with the concentration of poetry and the frankness of prose, depicts the landscape of the dispossessed“
… geht an Herta Müller
„who, with the concentration of poetry and the frankness of prose, depicts the landscape of the dispossessed“
Veröffentlichung 28. Septembe via Junodownload.com oder direkt
Besprechung findet sich erstmal nur unter diesem Link.
Death Star Droid
Away From
Hard To Find
Love And The Machine
Song Nummer 2 dieses Mixes
People Are Strange feat. Grace
While feat. Manya
Heaven
Memories
Gorom Sen
Snippet bei Juno (siehe oben)
A Song Formerly Known As Tooth
r
Das dritte Album von Telefon Tel Aviv trägt bereits auf dem Cover offensiv vor sich her, wodurch es sich definiert: Verwobene Strukturen und offenbare Schönheit, verblasste analoge Farbgebung der Achtziger des 20sten Jahrhunderts und Ideale des 21sten Jahrhunderts. Joshua Eustis und Charles Cooper präsentieren sich auf „Immolate Yourself“ als elektronische Schuhstarrer mit Verständnis für den großen Pop-Appeal. Den Rest des Beitrags lesen »
Eine der wichtigsten Funktionen jedweder Form der Pop-Musik dürfte ihre euphorisierende Wirkung sein. Pop macht glücklich. Oder besser, guter Pop macht glücklich; und wenn Glück Unglück bedeutet, eben traurig. Insofern muss Montags drittes Album guter Pop sein, denn ganz sicher macht es – in weiten Teilen – glücklich, euphorisiert den Hörer. Den Rest des Beitrags lesen »
Dem Genre Drum’n’Bass vorzuwerfen, es habe sich in den letzten zehn Jahren zu sehr verändert oder gar weiterentwickelt, ist kaum möglich. Dennoch gibt es sicherlich genug Menschen – und nicht nur Hardcore-Fans – die sich, vor die Wahl gestellt, nur noch ein musikalisches Genre hören zu dürfen, für die Broken Beats und den Bass, die Samples, die atmosphärischen Flächen im Wechselspiel mit harten Breaks des D’n’B entscheiden würden. Den Rest des Beitrags lesen »
Sicherlich, Diplo aka Wes Pentz ist 2009 nicht nur einer der gefragtesten Produzenten und Remixer, vor allem bildet sein Blog eine der lohnendsten Fundgruben in Sachen Dance-Grooves im Netz. Nichtsdestoweniger tritt „Decent Work For Decent Pay: Collected Works Volume 1“ als ziemlich halbgare Angelegenheit auf den Plan. Den Rest des Beitrags lesen »
Klavier und Cello und Vogelgezwitscher, piano bis pianissimo. Die Tasten fließen ruhig, die Saiten gleiten auf majestätischen Schwingen. Einzelne energische Flügelschläge sichern die Bewegungsrichtung, manche Welle bricht rauschend am Ufer.
Naturbilder lassen sich leicht mit „The End Of Trying“, dem neuen Dakota-Suite-Album, assoziieren. Ebenso gut findet der Hörer in dem gleichtönigen und gebremst voranschreitenden Wechselspiel von Klavier und Cello aber Eindrücke und Ausdrücke des postmodernen Alltags im Achtstunden-Fünftage-Trott. Den Rest des Beitrags lesen »
Die Techno-Rave- und Indie-Rave-Meute der Ed-Banger- und Kitsuné-Jünger erhält neues Futter. Das Tigerbeat6-Sublabel Tigerbass präsentiert mit seiner ersten Labelschau seinem Namen entsprechend eine Sammlung voller Bass, Bass und noch einmal Bass. Den Rest des Beitrags lesen »
The Prodigy begeistern seit ihren frühen Tagen (oder begeisterten in diesen Tagen) Electronic-Noise- wie Rock-Fans mit ihren hart rockenden Beats. Immer schwang und schwingt bei ihnen eine Wurzel im UK-Garage-Sound mit. Für viele verlor die Band zwar schnell ihren Reiz, die Soundästhetik jedoch überlebte: Die Mischung aus Rock und Garage, sowie Rock und harten Dancetunes findet sich seitdem bei ungezählten Acts. Im Jahr 2008 versuchten Hadouken! mit verpoppten Versionen der Mischung aus Garage und Indie die Hype-Gläubigen zu faszinieren. Auch die Drum’n’Bassler von Pendulum verschoben ihren Sound in Richtung Stadionrock. Mit Abstrichen ordnen sich auch Enter Shikari in die Nachfolge von The Prodigy ein.
Wie bei Hadouken! mischt sich im Hören des The-Qemists-Debüt-Albums „Join The Q“ Faszination über den Rock-Band-Ansatz eines Garage-Albums – hier vornehmlich Drum’n’Bass – mit Grauen ob der Umsetzung. Hat die Welt wirklich auf ein solches Breakbeat-Feuerwerk in Band-Umsetzung gewartet? Nein, oder … etwa doch? Den Rest des Beitrags lesen »
Bei der Besprechung all der zu beachtenden Kleinigkeiten fragte der Bestattungsunternehmer, ob denn ein bestimmtes Musikstück im Rahmen der Trauerfeier gespielt werden solle. Eine Frage, die spätestens seit Nick Hornby in der Tat vertraut sein dürfte. Dennoch überraschte sie und wurde verneint. Hätten aber Smetanas „Moldau“ oder Felix Mendelssohn Bartholdys „Italienische“ gepasst? Den Rest des Beitrags lesen »
Der Verwaltungsrat befindet: „Die Firma muss ein wenig Geld verdienen. Der Aufwand in der Produktentwicklung muss jedoch gering sein.“ Negativ betrachtet, könnte dies die Maßgabe hinter Andrew Weatheralls (unter anderem Two Lone Swordsmen) neuester Veröffentlichung auf seinem Label Rotters Golf Club bilden. Auf „Andrew Weatherall vs. The Boardroom“ präsentiert er zusammen mit rund um den Boardroom – dem zu Rotters Golf Club gehörenden Studio – arbeitenden Musikern acht Stücke, die zwischen House, Techno, Electro und Post-Punk wildern. Den Rest des Beitrags lesen »
Das Cello. Unter den Streichinstrumenten ist es sicherlich jenes, das am gelingendsten nicht nur unterhaltende U- und ernste E-Musik verbinden kann – die Beispiele sind zahlreich –, sondern das weiter den größten Bogen von zärtlich-sanft bis aufbrausend-wild in kürzester Folge und überzeugendst transportiert. Ein Virtuose des Cellos – Giovanni Sollima – schlägt den bösen E-zu-U-Bogen mit seinem Album „We Were Trees“ nicht nur deshalb gelungen, weil Patti Smith mitwirkt. Den Rest des Beitrags lesen »
Bei allem Gefallen an Blaktroniks „Mechanized Soul“ – ihrer ganz persönlichen Zusammenführung von elektronischen Beats, Old School HipHop und Soul fast aller Entwicklungsstufen von den 60ern bis zu den 90ern – dominiert ein Eindruck der klanglichen Leere. Diese Leere folgt allerdings möglicherweise nicht aus „Mechanized Soul“ selbst, sondern entsteht unter Umständen erst im Vergleich mit Flying Lotus’ Album „Los Angeles“, von dem es sich trotz prinzipieller stilistischer Ähnlichkeit so deutlich unterscheidet. Wo Flying Lotus einen Raum schafft, den es zu erkunden gilt, ein dreidimensionales Gebilde, in dem der Hörer sich verliert, erinnert die mechanisierte Seelenmusik des Blaktroniks Edd Dee Pee und seiner Mitstreiter (u. a. seinem Vater als Sänger) eher an ein Gemälde, etwas Zweidimensionales, bei dem die Faszination aus dem nebeneinander Liegenden, den nur in einer Ebene kommunizierenden Bestandteilen entsteht. Den Rest des Beitrags lesen »
Die ersten Takte des eröffnenden Titeltracks auf Baby Dees „Safe Inside The Day“ erinnern an Joshua Kadison. Doch sobald Miss Dee zu singen beginnt, weiß der Hörer, dass ihn hier großes erwartet. Wenn ihm dann in „A Compass Of The Light“ die Tränen in die Augen steigen, preist er Baby Dee und ihre Kollaborateure Will Oldham, Matt Sweeney und Andrew W. K. Den Rest des Beitrags lesen »
Während wir voller Angst dem Grunge-Revival entgegen sehen, die Creed-Reunion im Vorhinein schon verfluchen und entsetzt beobachten, wie Chris Cornell sich in Enrique Iglesisas verwandelt, veröffentlichen die letzten Überlebenden des großen Seattle-Hypes der frühen 90er – Mudhoney – mit „The Lucky Ones“ ein neues Album. In gut drei Tagen aufgenommen trifft es roh, rau und ungestüm auf den Hörer. Den Rest des Beitrags lesen »
Die Wiederveröffentlichung der vier GAS-Alben auf Kompakt im Jahr 2008 sorgte für Begeisterung. Minimal, ambient, vielfältig geschichtete Klanggebilde mit einem treibenden Viervierteltakt. Eine Beschreibung, die ebenfalls auf The Sight Belows Debütalbum auf Ghostly International zutrifft.
Das Cover erinnert an ein Satelliten-Bild einer verschneiten Landschaft oder eine Aufnahme der atmosphärischen Zirkulation auf einem fernen Planeten. Die Musik folgt dem Albumtitel „Glider“, indem sie über eben dieser Landschaft, diesem Planeten gleitet. Den Rest des Beitrags lesen »
Jeremy Shaw. Ein (weiterer) Kanadier in Berlin. Auf seinem zweiten Album präsentiert der Kopf von Circlesquare elektronische Pop-„Songs About Dancing and Drugs“.
Der Albumtitel mag Bilder von aufgeputschtem ekstatischem Tanz-Exzess hervorrufen, doch die vornehmliche Stimmung der acht Stücke ist eher eine des coolen Beobachtens – was unangenehm aufstoßen könnte – oder des erschöpften Rekapitulierens. Auf letztere Weise betrachtet, schafft Shaw tatsächlich den großen Wurf, den ihm nicht nur die eigene Plattenfirma andichtet. Allerdings sagt Shaw selbst, er beneide jeden, der drei Tage feiern könne, „aber meine Chemie ist anders“. Den Rest des Beitrags lesen »
Obwohl Kazumasa Hashimotos Soundtrack zu Kiyoshi Kurosawas Film „Toyko Sonata“ bereits sein fünftes Album ist, erscheint es unwahrscheinlich, dass viele Menschen in Europa bereits von ihm, bzw. seine Musik gehört haben. Wie das Filmdrama u. a. als „Horror des Alltäglichen“ bezeichnet wird, zeichnet Hashimoto mit einfachsten Mitteln, mit meist nur wenigen Tonspuren eine kleine, alltägliche Reise, die doch voller Spannung steckt. Den Rest des Beitrags lesen »
Ähnlich wie bei Rachel Unthank & The Winterset stehen im Zentrum des Projekts The Owl Service um Steve Collins und dessen Album „A Garland Of Song“ traditionelle britische Folk-Lieder. Collins versucht eine fast vierzigjährige Unterbrechung zu überbrücken und am englischen Folk-Revival und dem so genannten Acid Folk der 60er und 70er Jahre des letzten Jahrhunderts anzuschließen. Zwischen immer neue und eigene Interpretationen und Arrangements der Traditionals mischen The Owl Service Collins’ Instrumental-Kompositionen. Den Rest des Beitrags lesen »