Clark – The Last Panthers

Bei aller Faszination an Chris Clarks Alben konnte nach “Turning Dragon”, “Totems Flare” und “Iradelphic” doch eine gewisse Ermüdung oder Sättigung eintreten. Das Wissen um Clarks Fähigkeit, atmosphärische Klanglandschaften zu erzeugen, sollte jedoch fast dazu zwingen, sich mit seiner Arbeit für den Soundtrack der Sky Atlantic/Canal + Serie “The Last Panthers” auseinanderzusetzen. Dabei ist Clarks “The Last Panthers”-Album nicht so sehr der Soundtrack der Serie als Chris Clarks Bearbeitung seiner ursprünglichen Kompositionen. Es ist Musik für und inspiriert von der Serie.

Chris Clark gehört zu den Musikern, die eine klare klangliche Signatur haben. Es ist nicht so, dass andere nicht klingen könnten wie Clark, oder dass er nicht anders klingen kann. Es ist vielmehr so, dass seinen Werken eine Wärme, eine analoge Sanftheit innewohnt, die einen sofort zunächst an ihn denken lässt. Diese Klanghandschrift zieht sich auch durch seine “The Last Panthers”-Platte und verleiht den vielfach zumeist ambienten Stücken ihren speziellen Charme. Bei aller Wärme, die seine Tracks hier verströmen, wohnt ihnen zudem meist eine latente Bedrohung inne. So sehr die Stücke die Hörer in ihrer wohligen Atmosphäre gefangennehmen, so sehr zwingen sie auch dazu, immer auf der Hut zu sein. Diese emotionale Spannung verleiht der Platte ihren eigenen Charakter, macht sie zu einer besonderen Erfahrung. Pulsierend ambiente Drones, sanfte Keyboard- und Xylophon-Melodien, drohend träge Beats und Aufnahmen von Alltagsgeräuschen, all dies trägt zu der atmosphärischen Dichte dieses Albums bei. Sicherlich bedarf es eines gewissen Gefallens an ambiente Drones und Synthesizerflächen, um in Clarks neuestem Werk völlig versinken zu können. Aber auch ohne solche Vorlieben sollten die präsentierten Klanglandschaften ihre Wirkung nicht völlig verfehlen.

“The Last Panthers” zieht vom ersten Moment an in seinen Bann. Die Platte zeigt Chris Clarks typische Handschrift und steht deshalb in einer Reihe mit ihren Vorgängeralben. Das nötige Zusammenspiel zwischen Bild und Musik im Kontext einer TV-Serie zwingt Clark aber dazu, eine noch konsistentere Klangwelt zu erzeugen. Diese durchgehende Kontinuität im Klang begründet den hohen Reiz dieser Platte.

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