Dakota Suite & Quentin Sirjacq – There Is Calm To Be Done

Chris Hooson und Dakota Suite haben in den letzten sieben Jahren um die zehn Alben veröffentlicht und das nächste ist bereits für Dezember diesen Jahres angekündigt. Wie auch dieses zweite Album dieses Jahr ist das erste namens “There Is Calm To Be Done” eine Kollaboration mit dem Pianisten und Komponisten Quentin Sirjacq. Nach “The Hearts Of Empty” und “The End Of Trying” ist es das dritte Dakota-Suite-Album, das bei Karaoke Kalk erscheint.

“There Is Calm To Be Done” ist ein ziemlicher Gemischtwarenladen. Die Stücke reichen von jazzigen Nummern wie dem unglaublich starken “Committing To Uncertainty” über Ambient und klassische Neue Musik (z. B. das Titelstück) bis hin zu Songs, die in ihrem Songwriting an Bands wie The Unwinding Hours erinnern. All dies eint das für die Musik von Dakota Suite – subjektiv – typische Element der überbordenden Melancholie. Diese und die Stärke der Kompositionen und Arrangements zeigen Dakota Suite als eine Band oder ein Projekt, dem in Sachen emotionalem Songwriting wenige das Wasser reichen können. Im Kern ist “There Is Calm To Be Done” trotz erwähnter kompositorischer Vielfalt ähnlich einfach wie “The End Of Trying”. Allerdings nutzen Dakota Suite und Sirjacq solch diverse und komplexe Arrangements und Instrumentierung, dass es nicht verwundert, wenn ein Hörer voller Ehrfurcht niedersinken sollte.

Egal, ob es das zarte bis intensive Klavierspiel (nicht nur) in “Dronning Maud Land” ist oder die Gitarre im nach The Unwinding Hours klingenden “Be My Love”, der Hörer verliert sich in dieser Musik. Dazu kommen dann noch Stücke wie “The Tears That Bind Us To This Place”, deren Arrangement bestimmt wird von z.B. komplex gegeneinander gesetzten Holzbläsern, oder Nummern wie das minimalistische, ambiente “I Miss The Dust”. Vielleicht die beeindruckendste Nummer des Albums ist aber das scheinbar relativ herkömmliche “In The Stillness Of This Night”, das gerade in seiner Schlichtheit und seiner sofort erkennbaren Eleganz überzeugt.

Dakota Suite und Quentin Sirjacq verschreiben sich auf “There Is Calm To Be Done” keinem speziellen Genre. Dennoch wirkt das Album nicht zerfahren, sondern überzeugt in seiner stilistischen Vielseitigkeit und wird durch die konsistente Stimmung aller Stücke zusammengehalten. In seiner expliziten Melancholie ist dieses Album perfekt.