The Black Dog – Liber Dogma

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The Black Dog ruhen sich nicht auf den Lorbeeren des Jahres 2010 aus. Nach dem außergewöhnlichen, experimentellen Album „Music For Real Airports“ melden sie sich dieser Tage mit „Liber Dogma“ zurück und gehen damit wieder funktionalere, club-orientiertere Wege.

Nicht nur ohne Pausen gemixt, sondern auch mit einem ungemein effektiven, durchgängigen Spannungsbogen entführen sie in eine dunkle Electro-Welt voller Faszination und technoid gerader Beats. Das eröffnende „Dark Wave Creeping“ zieht langsam und hypnotisch in den Bann des Albums, und der treibende, aber gleichzeitig ruhig fließende Abschluss „カークラッシュ魔術“ entlässt uns zufrieden aus der Welt des „Liber Dogma“.

Dazwischen präsentieren The Black Dog begeistert hüpfenden Beatkaskaden in „Drop Kick Kali“, melodische Elektrohymnen wie „Eden 353“ und viel Techno. Dieser ist einmal ekstatisch (z. B. „Black Maria“), dann wieder minimal-hypnotisch („Silent Escape”) und kann auch dystopisch pochen („Bird Siren“). Dazu findet sich vorsichtig tastend Perkussives wie „The Death Ov The Black Sun“, woraus sich dann der mitreißende Electro von „Steam Caliphate“ erhebt. Nicht zuletzt beweisen The Black Dog die Effektivität stechender Kickdrums, was diesen Herbst nicht jeder ihrer Kollegen so geschickt auf Platte bannt. So sehr diese Stücke mitreißen mögen, sind es doch zum Teil die melancholischen Momente, die am längsten im Gedächtnis bleiben. Da wäre also einmal „Dark Wave Creeping“ zu Beginn, aber besonders auch „Feeder Rub Out“ gegen Ende von „Liber Dogma“ muss dazu gezählt werden. So klingt elektronisch musikalisches Gold.

The Black Dog wollten mit diesem Album ihre Livesets reflektieren: die Intensität, die ein dunkler Club voller hypnotischer Beats besitzt. Es scheint, als sei dies gelungen. In jedem Fall besitzt die Platte eine vibrierende Energie, die in ihren Bann zieht und begeistert.

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