Munk – The Beat And The Bird

Da ist er wieder. Mathias Modica liefert sein drittes Album unter dem Munk-Banner ab. Auf dem eigenen Label Gomma erscheinend, fräst er unterstützt von zahlreichen Sängerinnen einmal quer durch den Club. Indie, Soul, House oder Disco, Dancefloor-Jazz, Funk und Electro, BigBeat oder latenter Dancetrash, alles findet sich auf „La Musica“. Nachdem Modica letztes Jahr den…

Arthur Oskan – A Little More Than Everything

Analoge Maschinen sind der ursprüngliche Entstehungsort technoid gerader Beats. Ihre Klänge vermögen sicherlich am besten, die atmosphärische Dichte, die hypnotische Intensität des Genres einzufangen. Synthesizerflächen und analoge Beats gehören zu den Markenzeichen Arthur Oskans, die der Kanadier auch auf seinem Debütalbum „A Little More Than Everything“ zum Einsatz bringt.

Mark E – Stone Breaker

Es könnte sein, dass Minimal selten so reduziert war wie streckenweise auf Mark Es „Stone Breaker“. Andererseits könnte es ebenfalls sein, dass housiger Minimalismus selten so rave-orientiert und intensiv war. Es erscheint tatsächlich, als sei es die Intention des Briten, die Steine, die seine Hörer sein mögen, zu brechen. Wenn man der monotonen voranschreitenden Bewegung,…

Daniel Haaksman – Rambazamba

Daniel Haaksman legt sein Debütalbum vor. Es ließe sich anmerken, der Chef des Berliner Labels Man Recordings‘ käme damit etwa zwei Jahre zu spät, denn das Genre Baile Funk – Haaksmans persönliches Steckenpferd – sei doch so was von 2009. Andererseits könnte auch vermutet werden, Deutschlands größter Baile-Funk-Fan und -Meister habe sich eben – anders…

I Blame Coco – The Constant

Was lässt sich erwarten, wenn ein Album mit dem vorher potentiell schon bekannten Hit beginnt? Ja, die Frage ist in gehörigem Maße rhetorisch. Tatsächlich jedoch kippte die Vorfreude in Skepsis, als die ersten Töne auf I Blame Cocos „The Constant“ zu „Selfmachine“ gehörten, und wirklich hält das Album in keiner Weise, was dieser Pophit deluxe…

Kreidler – Tank

Wie schafft eine Band es, einem außerordentlichen Album ein (fast) ebenso gutes folgen zu lassen? Kreidlers „Mosaik 2014“ funktionierte vor 17 Monaten als Gesamtkunstwerk aus Titel, Artwork und Musik. Der jetzt erscheinende Nachfolger „Tank“ setzt musikalisch am gleichen Fleck an und überzeugt auf gleichem Niveau. Allerdings bedarf es einiger Zeit, um zu erfassen, dass dieser…

Marianne Faithfull – Horses And High Heels

Erneut präsentiert Marianne Faithfull dieser Tage eine Sammlung von Songs, die sie für würdig hielt, von ihr interpretiert zu werden. Als Überlebende einer vergangenen Generation, welche diesseits und jenseits des Atlantiks die Grundlage für all das schuf, was heute als Pop gilt, kann sie sich sicher sein, dass für sie geschriebene Songs ihrer rauen Stimme…

Steffi – Yours & Mine

Von Steffis Beitrag “My Room” zur Ostgut-Label-Compilation wurde hier geschrieben, er schüre die Vorfreude auf ihr Album. Tatsächlich überzeugt das nun vorliegende „Yours & Mine“ in seiner seelenvollen, seiner im wahrsten Sinne deepen Wärme. Allerdings braucht das seine Zeit, es kann durchaus sein, dass die Qualität der Platte einem zunächst verborgen bleibt, so vordergründig unspektakulär…

Round Table Knights – Say What?!

Ein Hit macht noch kein Album und auch eine Ansammlung von solchen nicht zwangsweise. Sollte man den Round Table Knights aus Bern etwas vorhalten, dann dies. Vielleicht ist einfach das Grundkonzept fehlerhaft, mit dem sie an ihr Album herangegangen sind. Wie ein DJ Mix soll „Say What?!“ funktionieren. Den Club ins Wohnzimmer bringen sozusagen.

Frivolous – Meteorology

Es wäre einfach, die Review zu Frivolous aka Daniel Gardners „Meteorology“ mit der Anmerkung zu beginnen, der Rezensent sei studierter Meteorologe. Allerdings täte dies nichts zur Sache, und sei somit ignoriert. Wichtiger ist zu erwähnen, dass das Album „Meteorology“ eine recht zwiespältige Angelegenheit ist und dennoch begeistert. Zwiespältig ist das Album, weil Gardner sich im…

Chloe – These Streets EP

Zum Beginn seien einige Klischees angeführt. Das erste Album ist für einen Singer/Songwriter das einfachste, er ist frei von Druck und setzt so Erfahrungen unbelastet um. Aus diesem Grund ist die erste Veröffentlichung mutmaßlich üblicherweise auch die beste entsprechender Künstler. Unter dieser Klischeebelastung ließe sich vermuten, es sei kein gutes Zeichen für die Langlebigkeit einer…

Telebossa – Telebossa

Zwei Berliner machen Bossa. Chico Mello – gebürtiger Brasilianer – und Nicholas Bussmann sind Telebossa und präsentieren auf ihrem selbstbetitelten Album eine Musik, die harmonisch und melodiös in jeder Sekunde den brasilianischen Bossa Nova verströmt. Im Hören der sieben Stücke fällt es schwer zu glauben, sie seien nicht bereits in den 1960er Jahren entstanden. Genaugenommen…

Kitty, Daisy & Lewis – Smoking In Heaven

Die drei Rock’n’Roll- oder auch Rockabilly-Youngster Kitty, Daisy und Lewis präsentieren sich auf ihrem zweiten Album erneut ganz natürlich – soll heißen, ohne Verwendung digitaler Hilfsmittel. Rauchig erklingt somit nicht nur der Titel des Albums, sondern auch der Sound. Tatsächlich ist allein diese Besinnung auf unsaubere, fehlerhafte Aufnahmemethoden eine Erholung in Zeiten perfektionierter Klangerzeuger und…

Paul Kalkbrenner – Icke Wieder

Da isser also wieder. Der Kalkbrenner. Irgendwo um die 170000 Exemplare sollen vom „Berlin Calling“ Soundtrack verkauft worden sein in den letzten drei Jahren. Man darf wohl vermuten, dass ungefähr viermal so viel „Sicherungskopien“ existieren. Drei Jahre hat es also gedauert, bis Kalkbrenner neues Material präsentiert. Und was kommt dabei heraus? Ein egozentrischer Titel, „Icke…

Danger Mouse & Daniele Luppi present Rome

Wären nicht Norah Jones und Jack White an „Rome“ beiteiligt, würde nicht ihr Gesang die auffallendsten Momente der Platte prägen, die Kooperation von Brian Burton (Danger Mouse) und Daniele Luppi ließe sich nicht dem beginnenden 21. Jahrhundert zuordnen. Harmonisch, stilistisch und methodisch stehen die Stücke des Albums ganz tief in den 1960er und 1970er Jahren….

Planningtorock – W

Es ist schwer festzustellen, was die Stücke verbindet, die Janine Rostron aka Planningtorock auf ihrem zweiten Album „W“ präsentiert. Bedrohliches und Düsteres bestimmen die Ästhetik weitgehend, engen ein, doch gleichzeitig findet sich streckenweise eine beeindruckende Offenheit, das Gefühl, loslassen zu können und in diesen Liedern aufzugehen. Manchmal scheint es sogar, als erklängen Freiheit und Last…

Lucy – Wordplay For Working Bees

The art of being a slave is to rule one’s master. So lesen sich aneinandergereiht die Titel auf Lucys aka Luca Mortellaros Album „Wordplay For Working Bees“. Zusammen mit der Tatsache, dass die Albuminformation tatsächlich das Schlagwort „Intelligent Dance Music“ verwendet, deutet dies auf ein durchaus verkopftes Album, das entweder nervt oder umwirft. Schon die…