Like A Stuntman – Original Bedouin Culture

Wenn das neue Album einer Band klingt wie einer der großen – verdienten – Hypes des gleichen Jahres, besitzt diese Band entweder einen guten Riecher, einen guten Geschmack oder kopiert dreist. Oder sie setzt sich potentiell und etwas unglücklich letzterem Vorwurf aus… Advertisements

Haito Göpfrich – Fiat Lux

Bei DJ-Alben stellt sich zumeist die Frage: Album-Album oder lose Tracksammlung? Anschließend darf erörtert werden: für den Club oder für den Kopfhörer? Haito Göpfrich gelingt es, mit „Fiat Lux“ beiden Fragen erfolgreich auszuweichen. Zwar erscheinen Album und Stücke nur locker verbunden, sie ergeben aber dennoch eine Einheit, und produziert Göpfrich die Stücke noch so funktional…

Joakim – Milky Ways

Irgendwie dreist, was Joakim Bouaziz auf seinem neuen Album „Milky Ways“ anstellt. Acht Minuten führt er den Hörer mit Post-Krautrock in die Irre, lässt Gitarren und Schlagzeug gegeneinander antreten, um mit „Back To Wilderness“ erst die Gehörgänge zu verknoten und sie nachfolgend lärmend durchzuspülen. Damit erstaunt angefreundet, begeistert das Drum-Solo zu Beginn von „Ad Me“,…

Yo La Tengo – Popular Songs

Nicht wenige Menschen dürften sich dieser Tage (einmal mehr) die Frage stellen, wieso Yo La Tengo nicht nur nicht wirklich Verkaufserfolg haben, sondern selbst im Reigen der (alten) Kritkerlieblinge hinter Pavement, Dinosaur Jr, Sonic Youth und den Flaming Lips zusammen mit Guided By Voices eher die zweite Geige spielen. Mag sein, dass Georgia Hubley, Ira…

Joker’s Daughter – The Last Laugh

Noch ein Folkpop-Album. Schon wieder eine Danger-Mouse-Kooperation. So ließe sich auf das Projekt Joker’s Daughter, bestehend aus Danger Mouse und der Britin griechisch-zypriotischen Ursprungs Helena Costas, und ihr Album „The Last Laugh“ reagieren. Die Erwartungen hießen folglich: nett, mit der Chance spektakulär zu sein, spektakulär in der Verbindung oder aber Gegenüberstellung digitaler Produktionsmittel und analoger,…

Soulsavers – Broken

Es soll Menschen geben, die sind verloren, wenn sie Mark Lanegan singen hören. Wenn dessen Gesang dann auf solch kongeniale Musik trifft wie die der Soulsavers Rich Machin und Ian Glover, steht einer wohlwollenden Aufnahme deren neuen Albums „Broken“ nichts im Wege. Unterstützung kommt zudem von Mike Patton, Jason Pierce, Richard Hawley und anderen.

Various Artists mixed and compiled by Shir Khan – Exploited

DJ Shir Khan ist ein Mix Master Deluxe. Aber das ist keine Nachricht, und das sind die meisten seiner Kollegen ebenfalls. Insofern erstaunt die Perfektion der Mix-CD nicht, auf der Shir Khan Veröffentlichungen seines Labels Exploited mit allem, was Bass hat, von Baile Funk bis Dancehall, von Zombie Disco Squad bis Zomby, von CLP bis…

Lusine – A Certain Distance

Jeff Mc Ilwain verbindet als Lusine auf seinem neuen Album „A Certain Distance“ Ambient, Electro und Pop in effektiver, harmonischer Weise. So gelingen ihm Perlen des Pop, die sich die Spielzeit jedoch teilen mit recht einfach Stücken, die vornehmlich einen chilligen, einen räumlichen Charakter besitzen. Leider schwächeln diese gelegentlich, sind jedoch nie wirklich schlecht.

Karpatenhund – Der Name Dieser Band Ist Karpatenhund

Was ist nur mit dem Hund passiert? Nachdem das Debüt „#3“ zuckrig-bunten, gelegentlich doppelbödigen Campus-Pop lieferte, die Band Karpatenhund versuchte, die anspruchvollere Version des durchschnittlichen deutschen Massen-Pops zu produzieren, steigen die Kölner heuer tief hinab in den Postpunk-NoWave-Britpop.

Jan Delay – Wir Kinder Vom Bahnhof Soul

Oh Janny! Ein Ausruf, der sowohl Verzücken als auch Verzweiflung ob des jüngeren Oeuvres des Jan Eißfeldt ausdrücken kann. Die Ambivalenz, die Person und Künstler Jan Delay wohl häufiger entgegentritt, bestimmt natürlich auch die Wahrnehmung des neuen Albums „Wir Kinder Vom Bahnhof Soul“. Das Wortspiel besitzt dabei keinen tieferen Sinn, Soul kommt soweit vor wie…

Dennis Lisk – Suchen & Finden

Das Wissen, Denyo von den Beginnern veröffentliche sein drittes Solo-Album unter seinem bürgerlichen Namen Dennis Lisk, verhindert nicht die Überraschung, ja den Schock, den die erste Konfrontation mit der Single „Lass Los“ auslöst. In deutscher Songwriter-Pop-Durchschnittlichkeit verströmte „Lass Los“ jene bürgerlich-berufsjugendliche Melancholie, die Radio-Airplay garantieren sollte.