The Ark – Prayer For The Weekend

Was „The Worrying Kind“ als zwar netter aber doch eher langweiliger Eurovision Song Contest Beitrag schon vermuten ließ, was die B-Seite „Any Operator Will Do“ unterstützte, bestätigt das Album „Prayer For The Weekend“ nun also endgültig. Einmal mehr scheitern The Ark damit eine Platte zu produzieren, die an „In Lust We Trust“ heranreicht.

The Ark schossen im Umfeld des Glam-Revivals um The Darkness in das Bewusstsein einer größeren Öffentlichkeit, verfehlten jedoch den stichflammenartigen Auf- und Abstieg besagter Band, sondern etablierten sich unter schwacher Hitze und ständigem Umrühren in weiten Teilen Europas und nachhaltig auch in den USA.

Von den traumhaften Ohrwürmern und partytauglichen Hits, die „In Lust …“ von „Beauty Is The Beast“ bis „The Most Radical Thing To Do“ bevölkerten, ist „Prayer …“ meilenweit entfernt, doch lugt die Qualität in weiten Teilen des Albums („New Pollution“, „Pathologize“) durch. Die Melodien und Produktionen wirken großteils weniger mitreißend, aber Ola Salos Gesang, seine Emotionen, die in jedem Ton stecken, und der Ark-typische Pathos lassen das Album dennoch lieb gewinnen. Selbst wenn schon der Titeltrack zu Beginn versucht, einen in The Ark Stimmung zu versetzen, können nur der Bowie-Gospel „Gimme Love To Give“, die 80er Jahre Langnese-Strandpartie Nummer „Thorazine Corazon“ und „Uriel“ überraschen – oder gewachsene Begeisterung für die Band vertiefen. „Uriel“ – der Erzengel, das Licht Gottes – wurde von Ola bereits mit 16 Jahren geschrieben und sticht somit aus dem Album, wie aus dem gesamten Ark’schen Werk heraus. Der Akustik-Glam steht jedoch nicht nur Ola Salos Stimme sondern der gesamten Band. Besonders dieser Song – geschickt als letzter angeordnet – lässt einen seinen Frieden mit dem Album schließen.

Zwischen so viel Altbekanntem bleiben dann wenig neues zu sagen, The Ark bleiben „der Soundtrack zum Aufs-andere-Ufer-hüpfen“ bzw. „The Queerest of the Queer“.

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